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Verfahren der Goldgewinnung

Vom Gestein zum reinen Metall

Die Gewinnung von Gold ist ein technisch anspruchsvoller Prozess, der je nach Lagerstätte und Erztyp unterschiedliche Verfahren erfordert. Gold kommt in der Natur sowohl gediegen (in elementarer Form) als auch gebunden in Erzen vor. Die Wahl des Gewinnungsverfahrens hängt von Faktoren wie Goldgehalt, Gesteinsstruktur, Lagerstättentyp und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Moderne Goldgewinnung kombiniert mechanische, chemische und thermische Schritte, um das Metall effizient aus dem Ausgangsmaterial zu lösen.

Mechanische Aufbereitung und Zerkleinerung

Der erste Schritt besteht in der Aufbereitung des Gesteins. Das Material wird gebrochen, gemahlen und auf eine Korngröße reduziert, die eine möglichst vollständige Freilegung der goldhaltigen Bestandteile ermöglicht. Dieser Prozess ist entscheidend, da Gold häufig in feinen Partikeln im Gestein eingebettet ist. Die mechanische Aufbereitung bildet die Grundlage für alle nachfolgenden Trennverfahren.

Schwerkrafttrennung – das älteste Verfahren

Die Schwerkrafttrennung ist eines der ältesten Verfahren der Goldgewinnung. Sie nutzt die hohe Dichte von Gold im Vergleich zu den meisten Begleitmineralen. In Rinnen, Spiralen oder Zentrifugen setzt sich Gold aufgrund seines Gewichts schneller ab als leichteres Gestein. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Seifenlagerstätten und für gediegenes Gold in gröberer Partikelform. Trotz moderner Alternativen wird die Schwerkrafttrennung weiterhin eingesetzt, da sie ohne chemische Zusätze auskommt.

Amalgamation – historisch bedeutsam

Ein historisch weit verbreitetes Verfahren war die Amalgamation, bei der Quecksilber verwendet wurde, um Gold zu binden. Das entstehende Amalgam wurde anschließend erhitzt, wodurch das Quecksilber verdampfte und das Gold zurückblieb. Aufgrund erheblicher gesundheitlicher und ökologischer Risiken wird dieses Verfahren heute industriell kaum noch eingesetzt. Es bleibt jedoch ein wichtiger historischer Schritt in der Entwicklung der Goldgewinnung.

Zyanidlaugung – zentrales Verfahren der modernen Goldindustrie

Die Zyanidlaugung ist heute das weltweit bedeutendste Verfahren zur Gewinnung von Gold aus niedriggradigen Erzen. Dabei wird das zerkleinerte Material mit einer verdünnten Natriumzyanidlösung behandelt, die Gold selektiv löst. Das gelöste Gold wird anschließend entweder über Aktivkohle (CIP/CIL-Verfahren) oder durch Zinkfällung (Merrill-Crowe-Verfahren) zurückgewonnen.

Der Einsatz von Zyanid unterliegt strengen Sicherheits- und Umweltauflagen, um Risiken für Mensch und Umwelt zu minimieren.

Biolaugung und alternative Verfahren

In den letzten Jahrzehnten wurden ergänzende Verfahren entwickelt. Bei der Biolaugung setzen spezielle Mikroorganismen schwefelhaltige Minerale um und erleichtern dadurch die Freisetzung von Gold aus dem Gestein.

Auch thiosulfatbasierte Verfahren werden erprobt und weiterentwickelt, da sie ohne Zyanid auskommen. Diese Technologien befinden sich teilweise noch im industriellen Ausbau, gelten jedoch als mögliche Option für spezifische Lagerstätten.

Schmelzen und Raffination

Nach der Extraktion wird das gewonnene Gold geschmolzen und weiter raffiniert. Durch elektrolytische oder chemische Raffinationsverfahren können Reinheitsgrade von bis zu 99,99 % erreicht werden. Das Metall wird anschließend zu Barren, Granulat oder Halbzeugen verarbeitet und dient als Ausgangsmaterial für Industrie, Schmuckherstellung und Sammlerprodukte.

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