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Der "Schwarze Einser" von 1849 - Erste Briefmarke eines deutschen Staates

Einführung

Der sogenannte „Schwarze Einser“ wurde am 1. November 1849 im Königreich Bayern ausgegeben. Es handelt sich um die erste Briefmarke eines deutschen Staates. Zu diesem Zeitpunkt existierte noch kein deutscher Nationalstaat; Bayern war ein eigenständiges Königreich innerhalb des Deutschen Bundes. Der „Schwarze Einser“ zählt zu den frühesten Postwertzeichen im deutschsprachigen Raum und wird in der philatelistischen Literatur regelmäßig als Beginn der bayerischen Markenära eingeordnet.

Historischer Hintergrund

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts reformierten mehrere europäische Staaten ihr Postwesen. Nach der Einführung der britischen „Penny Black“ im Jahr 1840 führten verschiedene Länder eigene Briefmarken als Vorauszahlungsnachweis ein. Bayern gehörte 1849 zu den ersten deutschen Staaten, die dieses System übernahmen. Ziel war es, die Gebührenberechnung zu vereinfachen und den Postverkehr effizienter zu organisieren. Mit der Ausgabe des „Schwarzen Einser“ wurde die Vorauszahlung des Portos durch ein gedrucktes Wertzeichen dokumentiert, anstelle handschriftlicher Gebührenvermerke.

Gestaltung und technische Merkmale

Die Marke zeigt zentral die Wertziffer „1“ für einen Kreuzer. Das quadratische Motiv ist von einem ornamentierten Rahmen umgeben und trägt die Bezeichnung „Bayern“. Gedruckt wurde sie im Buchdruckverfahren. Die Marken waren ungezähnt und wurden aus Markenbögen ausgeschnitten. Die schwarze Druckfarbe auf hellem Papier führte zur später gebräuchlichen Bezeichnung „Schwarzer Einser“. Variationen im Papier und in der Druckausführung sind in der philatelistischen Fachliteratur dokumentiert.

Verwendung im Postalltag

Der „Schwarze Einser“ war für bestimmte Inlandsbriefe innerhalb Bayerns vorgesehen, insbesondere für einfache Briefe in der niedrigsten Gewichtsstufe innerhalb einer festgelegten Entfernungszone. Er wurde im regulären Postbetrieb verwendet. Erhaltene Exemplare weisen häufig Stempelabschläge, Schnittabweichungen oder altersbedingte Spuren auf, was für ungezähnte Marken dieser Zeit typisch ist.

Bedeutung für die Philatelie

In der philatelistischen Einordnung gilt der „Schwarze Einser“ als Ausgangspunkt der bayerischen und damit der frühen deutschen Markenentwicklung. Er wird in Katalogen und Fachliteratur regelmäßig behandelt. Seine historische Bedeutung ergibt sich aus seiner Stellung als erste Briefmarkenausgabe eines deutschen Staates im Jahr 1849. Die Bewertung einzelner Exemplare hängt von Erhaltungsmerkmalen und weiteren philatelistischen Kriterien ab und wird hier nicht vorgenommen.

Fazit

Der „Schwarze Einser“ dokumentiert die Einführung des Briefmarkensystems im Königreich Bayern und steht im Zusammenhang mit den europäischen Postreformen des 19. Jahrhunderts. Er stellt ein postalhistorisches Zeugnis dar, das die organisatorische Umstellung auf die Vorauszahlung des Portos veranschaulicht. Aussagen zu Marktwert, Seltenheit oder Investitionseignung sind nicht Gegenstand dieser Darstellung.

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