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1/6 Öre – antike schwedische Kleinprägung

Einordnung

Das 1/6 Öre gehört zu den schwedischen Kupferkleinmünzen des 17. Jahrhunderts. Es wurde ausschließlich in dieser Epoche geprägt und ist Teil der frühen schwedischen Kupferwährung, die international einzigartig war. Da das Nominal nach den Währungsreformen des 18. Jahrhunderts vollständig entfiel und seit über 300 Jahren nicht mehr im Umlauf steht, wird es heute eindeutig als historische Münze der frühen Neuzeit eingeordnet.

Material

1/6 Öre wurden aus reinem Kupfer geprägt. Kupfer war im 17. Jahrhundert das wichtigste Münzmetall für kleine Nominale im schwedischen Währungssystem. Erhaltene Exemplare zeigen typischerweise eine dunkelbraune bis schwarzbraune Patina, gelegentlich mit rötlichen oder grünlichen Einschlüssen. Durch jahrhundertelange Lagerung treten häufig unregelmäßige Oberflächenstrukturen, leichte Vertiefungen und natürliche Substanzverluste auf – typische Merkmale authentischer Kupferprägungen dieser Zeit.

Motiv

Das zentrale Motiv des 1/6 Öre ist das Drei‑Kronen‑Symbol, eines der ältesten Staatssymbole Schwedens. Die Anordnung ist klar definiert:

  • zwei Kronen oben nebeneinander
  • eine Krone unten mittig

Diese spezifische Dreikronenanordnung ist charakteristisch für dieses Nominal und unterscheidet es von anderen Öre‑Werten. Die Kronen sind im 17. Jahrhundert stiltypisch mit Bögen, Perlenreihen und floralen Spitzen gestaltet.

Umschrift und Buchstaben

Die Buchstaben auf dem 1/6 Öre beziehen sich auf den regierenden König Karl XI. Die typische Kombination lautet:

  • C = Carolus (lateinischer Königsname)
  • R = Rex (König)
  • S = Sueciae (von Schweden)

Damit steht C R S für Carolus Rex Sueciae – „Karl, König von Schweden“. Diese Buchstaben sind ein zentrales Identifikationsmerkmal des Nominals und kommen in genau dieser Form auf den 1/6‑Öre‑Prägungen der 1670er Jahre vor.

Auf der Rückseite steht die Wertangabe 1 ÖR M, wobei „M“ für die Münzstätte Stockholm (Myntet) steht.

Prägung

Die Herstellung erfolgte mit den handwerklichen Schlagtechniken des 17. Jahrhunderts. Dadurch zeigen Originalstücke:

  • leicht unregelmäßige Ränder
  • variierende Schlagtiefe
  • minimal verschobene Motive
  • ungleichmäßige Oberflächen

In Verbindung mit jahrhundertelanger Umlauf‑ und Lagerungsgeschichte ergibt sich das typische Erscheinungsbild: authentische Patina, teils schwächer ausgeprägte Details und deutliche Altersspuren.

Zeitliche Einordnung

Das 1/6 Öre wurde nur im 17. Jahrhundert geprägt, insbesondere unter Karl XI. Die Prägeperiode ist damit klar begrenzt. Nach späteren Reformen verschwand dieses Nominal vollständig aus dem Münzsystem. Heute existieren 1/6 Öre ausschließlich als historische Sammlerstücke der frühen Neuzeit.

Sammlerische Bedeutung

Numismatisch ist das 1/6 Öre ein typisches Beispiel für die schwedische Kupferprägung des 17. Jahrhunderts. Es verbindet ein markantes Staatssymbol (Drei Kronen) mit einem seltenen Kleinwert, der nur in einer kurzen historischen Phase existierte. Die Kombination aus Alter, klarer Symbolik, begrenzter Prägezeit und charakteristischer Kupferpatina macht das 1/6 Öre zu einem attraktiven Objekt für Sammler, die sich mit der Geldgeschichte Schwedens und der frühneuzeitlichen Kupferprägung beschäftigen.

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