Eine internationale Fachseite für Numismatik hat sich erneut der Frage gewidmet, welches reale Gesicht als Vorlage für die Freiheitsstatue diente. Die ikonische Figur, die seit 1886 im Hafen von New York steht, gilt weltweit als Symbol für Freiheit, Aufklärung und Einwanderung. Doch die Identität der Frau hinter dem berühmten Gesicht bleibt bis heute Gegenstand historischer Debatten.
Nach den vorliegenden Recherchen basiert die Statue nicht auf einer einzelnen Person, sondern auf einer Kombination aus künstlerischen, historischen und politischen Einflüssen. Zu den wichtigsten Inspirationsquellen zählen der antike Koloss von Rhodos, frühe Entwürfe für ein nie realisiertes Projekt am Suezkanal sowie die im 19. Jahrhundert weit verbreitete Darstellung der römischen Freiheitsgöttin Libertas, die auch auf zahlreichen amerikanischen Münzen jener Zeit zu finden war.
Besonders wahrscheinlich ist, dass die Gesichtszüge der Statue auf Bartholdis Mutter, Augusta Charlotte Bartholdi, zurückgehen. Zeitgenössische Berichte erwähnen eine auffällige Ähnlichkeit, die der Künstler selbst bestätigt haben soll.
Andere populäre Theorien gelten inzwischen als widerlegt oder nicht belegbar. Dazu gehört die Annahme, die Statue basiere auf der bekannten Erbin Isabella Boyer, ebenso wie die Vermutung, das Gesicht gehe auf eine schwarze Frau zurück. Zwar existierte ein frühes Modell, das eine schwarze Frau darstellte, doch dieses gilt als nicht repräsentativ für die endgültige Gestaltung.
Damit bleibt die Freiheitsstatue ein künstlerisches Gesamtkonzept, das antike Symbolik, amerikanische Identität und persönliche Einflüsse des Bildhauers vereint – ohne eindeutige Zuordnung zu einer einzigen historischen Person.
Quelle: Numismatic News, US‑Fachmagazin für Numismatik.
Autorin: Sierra Holt, Redakteurin für numismatische Fachmedien.
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Foto oben – Freiheitsstatue (bearbeitet): Ashland Thomas
Lizenz: CC BY‑SA 4.0, via Wikimedia Commons
Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Liberty02.jpg